Vom Schwimmbad zum Fotoatelier

In den 60er und 70er Jahren waren eigene Hausschwimmbäder on vogue.

Heute sieht man diese häufig nur noch als Energieverschwender an, die mühsam in Stand gehalten werden müssen und kaum genutzt werden. So auch in diesem Fall.

Der Bauherr war als Fotograf auf der Suche nach einem eigenen Atelier in Wohnortnähe.

Da bot sich die Raumreserve des alten Schwimmbades im Haus an. Im ehemaligen Beckenbereich war in Grundfläche und Höhe genügend Platz für Ausstattung und Aufnahmebereiche. Um die Fläche hier maximal zu nutzen, wurde die Beckenwand vor der Außenseite entfernt. Die Bodenebene wurde mit Schaumglasschotter als Dämmung und einem Heizestrich begradigt und angehoben.

Oben sind ein Büroarbeitsplatz, sowie WC, Schmink-/Umkleideraum und eine Teeküche untergebracht. Das Büropodest gleicht vorhandene Stufen aus und schafft zusätzlich Stauraum.

Nach den Erfordernissen einer größtenteils neutralen Farbgestaltung und eines ruhigen Hintergrundes wurde die Ausgestaltung des Raumes entwickelt.  Ein neuer Zugang durch eine doppelflügelige Stahltür, das minimalistische Geländer und die Stahltreppe schaffen den Eindruck eines Industrielofts. Als Erinnerung an die vormalige Nutzung wurde rund um eine Tür ein Stück des alten Fliesenspiegels erhalten.